SKI-CLUB HELSA 1953 e.V.

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Skitour Tuxer Alpen 02.2007




-Tourenbericht-

Schon zum zweiten Mal innerhalb von zwei Jahren hat unser Übungsleiter Skitour, Willi Nitsche, die Idee gehabt und die Anregung zu einer Wochenendskitour in den Alpen gegeben, letztendlich ohne einmal mit dabei gewesen zu sein… Aber der Reihe nach: Ursprünglich war unsere Idee, wieder in die Berchtesgadener Alpen zu fahren: die Schneemassen und die Landschaft hatten uns letztes Jahr tief beeindruckt und Spuren in uns an Bildern von tief verschneiten Berghängen hinterlassen. Außerdem konnten wir uns damals auf die fachkundige Begleitung des Berchtesgadeners Stefan Flath verlassen. Dieses Jahr zeigte sich jedoch schon im Vorfeld: kein Schnee in den deutschen Alpen! Also sollte es diesmal noch höher hinaus gehen. Da Björn Schmidt, unser singender "Echter Kerl", der gleichzeitig auch auf den Skiern äußerst beschwingt zu stehen vermag, sowieso mit einer Schulklasse im Zillertal war, fiel die Wahl unseres diesjährigen Tourenzieles nicht schwer: das Zillertal bzw. die Tuxer Alpen in Tirol. Leider hatte Willi eine wichtige Hochzeitsfeier vergessen. Das bedeutete für uns, dass wieder einmal nur Peter, Björn und ich unterwegs waren, nicht zu vergessen natürlich die Begleitung von zwei netten jungen Damen Cosima und Barbara, die leider aber nur im Skigebiet mit uns unterwegs waren.


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Freitag, 2.2.07, Skigebiet Hochfügen

Den ersten Tag verbrachten wir im Skigebiet von Hochfügen, um uns auf und neben den Pisten einzufahren, wobei Björn uns mit der Kenntnis von schönen Varianten und dem Tempo seiner Fahrweise überraschte (Er war wohl nach einer Woche Skiunterricht mit seinen Schülern recht ausgehungert nach Abenteuer..).

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Insgesamt waren wir aber erschrocken über doch relativ wenig Schnee. Den Abend fühlten wir uns in unsere Schulzeit zurückversetzt, da wir ihn mit ca. 100 Schülern verbrachten, wobei Peter und Barbara doch erstaunlich viel Freude und Durchhaltevermögen auf der Schülerparty zeigten, obwohl wir den Abend vorher erst um ein Uhr Nachts angekommen waren.

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Samstag, 3.2.07, Geier

Am Samstag Morgen war „der Geier“ unser Ziel. 2857 m hoch gelegen, ist er ein Berg am Ende des Wattens-Tals. Um zu unserem Startpunkt zu gelangen, mussten wir erst einmal ein Spezial-Allrad-Taxi nehmen, dass uns den teilweise dreißig Grad schmalen Weg zur Luzumer Hütte herauf fuhr. Selbst mein Citroen Berlingo hätte das nicht geschafft… Das Tal selbst ist wunderschön gelegen, ohne die Hektik eines Skigebietes in der Nähe. Nur wir, das Tal und ----der Nebel. Unser Taxifahrer meinte zwar, der Nebel lichte sich bis zum Mittag, aber nachdem wir beim Aufstieg immer mehr im grauen Nichts versanken, war sich Peter ziemlich sicher, dass der Taxifahrer meinte, bis zum Mittag KOMMT der Nebel. Für uns eine Herausforderung, den richtigen Weg zu finden, was uns zugegebenermaßen nicht immer ständig gelang. Björns Energieüberschuss vom letzten Skitag hatte sich mittlerweile nach 600 Höhenmetern etwas abgeschwächt. Trotz dieser Widrigkeiten standen wir Mittags tatsächlich auf dem Gipfel, was sich daran erkennen ließ, dass dort ein kleiner metallener Geier den Gipfel bewacht. Peter hatte mit dem Wetter also doch Recht gehabt, der alte Pessimist! Aber der Geier hatte ein Einsehen mit uns: Innerhalb von Minuten riss es auf und es zeigte sich ein fantastisches Bergpanorama der Zentralalpen. Wir waren schier begeisterst von der Aussicht nach all dem Nebel zuvor. Auch die Abfahrt war, man muss es so sagen, einfach super. Die Kessellage und die nordseitige Ausrichtung des Hanges sorgten dafür, dass wir auf erstaunlich pulvrigem Tiefschnee der Lizumer Hütte entgegen fuhren. Dort kehrten wir, wie es sich gehört, erst einmal ein, übrigens eine sehr gemütliche und schön gelegene Alpenvereinshütte, bevor wir uns auf steinigen Hängen bis zum Auto quälten. 850 Höhenmeter Aufstieg und 1250 Höhenmeter Abfahrt lagen für diesen Tag hinter uns.

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Sonntag, 4.2.07, Hoher Riffler

Der Sonntag sollte ein Konrastprogramm zum vorigen Tag sein, da wir uns die Seilbahn des Hintertuxer Gletschers zu nutze machen wollten, um einiges an Aufstiegshöhenmetern zu sparen, um rechtzeitig nachhause zu kommen und um den besseren Schnee der höheren Lagen zu nutzen. Also erst einmal die Hektik des Liftbetriebes, bevor wir uns vom Tuxer Ferner Haus über den Gletscher immer weiter vom Skigebiet entfernten und langsam Ruhe einkehrte. Unser Ziel lag bei schönstem Sonnenschein die ganze Zeit vor uns, der hohe Riffler, der seinen Namen mit 3231 Metern wohl zu Recht trägt. Diesmal hatten wir nicht mit dem Nebel zu kämpfen, doch der teilweise harte und manchmal mehlige Schnee in den Steilpassagen machten das Vorwärtskommen nicht immer einfach, was man auch daran merkte, dass wir diejenigen waren, die überraschender Weise überholt wurden und nicht, wie wir uns das ausgerechnet hatten, umgekehrt. Dass wir auf 3200 Metern Höhe recht kurzatmig waren, ist für uns ein Zeichen, mögliche noch höher liegende Traumziele (Mont Blanc?) mit entsprechender Höhenanpassung anzugehen. Oben auf dem Gipfel war die Rundschau auf scheinbar tausende andere Berge tadellos, aber der starke Wind zeigte, dass Peter doch nicht so ein harter Kerl ist, der er zu sein scheint (Er wollte schnell wieder runter). Björn ist dagegen ein Genießer. Mit der Kamera in der Hand schreckt ihn so schnell nichts, auch nicht ein eingefrorener Peter… Der rasante Weg zurück war auch diesmal wieder fantastisch, super Schneebedingungen sorgten für tolle Erlebnisse auf der 1800 Höhenmeter!! langen Abfahrt (bei nur 700m Aufstieg). Carving im Tiefschnee!!! Anschließend ging es auf die beschwerliche Autofahrt nachhause, allerdings gefüllt mit wunderschönen Erinnerungen an ein klasse Wochenende.

P.S. Dank an Björn Schmidt, dem wir viele schöne Fotos zu verdanken haben. P.P.S. Dank auch an Peter Nödler, der mehr oder weniger Geduld aufbrachte, auf Björn zu warten, damit dieser ständig Fotos machen konnte, ohne den Anschluss an uns zu verlieren.

Wir freuen uns schon aufs nächste Jahr
(mit Willi natürlich! - und Anderen, die gern eine solche Tour mitmachen möchten).

Gerrit Rode

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